Anstehende Projekte und Veranstaltungen

Nach derzeitigem Stand sind nachstehende Projekte und Veranstaltungen geplant. Falls Sie an der Mitarbeit und Beteiligung in einem der aufgeführten Projekte Interesse haben, melden Sie sich gerne bei uns. Da die aufgeführten Projekte auch noch in der Entwicklung sind, können Sie sich gerne mit Ihren Ideen einbringen!

Erzähl-Cafés, moderiert von Kennern des Themas, schaffen an verschiedenen Orten thematisch orientierte Redeanlässe. Die Veranstaltungen dienen der Sammlung mündlich tradierten Wissens zum Wandermusikantentum, das dann auch Material für die Anthologie Kurzpoesie und Anekdoten liefert. Das erste Erzählcafé fand bereits 2021 im ZOAR Alten- und Pflegeheim in Kusel statt. Desweiteren fand am 17.Februar 2022 ein zweites Erzählcafé im Mehrgenerationenhaus in Kusel statt.

Sie möchten das Erzählcafé auch in Ihrer Einrichtung? Sie haben in Ihrer Ortsgemeinde noch Nachfahren von Wandermusikanten, die Ihre Erinnerungen gerne mit uns teilen möchten - oder Sie sind einfach an dem Thema interessiert und wünschen sich einen Impulsvortrag? Wenden Sie sich gerne an das Musikantenlandbüro - wir sind immer auf der Suche nach möglichen Veranstaltungsorten und suchen gemeinsam mit Ihnen nach den Möglichkeiten der Umsetzung!

Das erste Konzert zur Veranstaltungsreihe "Brücken schlagen" fand im August 2022 mit der Pianistin Saschiko Furuhata statt. Die Veranstaltungsreihe dient der verstärkten Vernetzung einzelner Akteure und der Belebung der lokalen (Musik-)Kultur. An verschiedenen Orten sollen Veranstaltungen unter Bürgerbeteiligung durchgeführt werden, die die Geschichte der Wandermusikanten zur Gegenwart in Bezug setzen und so einen Brückenschlag vollziehen.

Escape Room: Zur Ansprache der jüngeren Generationen und zur indirekten Vermittlung von Wissen zum Wandermusikantentum wird in der alten Kreismusikschule ein Escape Room eingerichtet und auch anderen interessierten Gruppen zugänglich gemacht. Die BBS Kusel übernimmt in diesem Projekt die Konzeption des Escape Rooms und der Handlung. Die einzelnen Berufsrichtungen der BBS beteiligen sich durch das Erstellen einer Aufgabe als Teil des Gesamt-Rätsels. Das Musikantenlandbüro unterstützt bei der Stellung des Umnutzungsantrags bei der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Spielentwicklung für die Kindergartenvorschule und Grundschule: Um Kinder dieser Altersklasse zu erreichen, soll mit Experten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam ein Spiel entwickelt und produziert werden, das den Einrichtungen zur Verfügung gestellt wird. Durch das Spiel ist eine Weiterführung des Themas in den Einrichtungen möglich, es besitzt eine Nachhaltigkeitsdimension und sorgt schon früh für spielerische Erfahrungen mit dem regionalen Erbe.

Graffiti-Workshop: Durch ehrenamtliches Engagement - bei Materialkostenübernahme - gestaltet ein lokaler Graffitikünstler einen an unserem Thema orientierten Graffitiworkshop für Jugendliche. Es folgen regelmäßige halbjährliche Workshops für Jugendliche, deren Motivik mit dem Thema Musik/Wandermusikanten korreliert. Daraus ergibt sich eine 'Patenschaft' für die gestaltete Fläche, die dadurch aufgewertet wird und voraussichtlich von Frustschmierereien verschont bleibt. Die gut sichtbare Wand fungiert gleichzeitig als 'Werbefläche' für das Projekt und trägt zur Öffentlichkeitsarbeit bei.

School rocks for summer: Der Beauftragte für Bildung und junge Familien des Landkreises Kusel wird in Kooperation mit dem TRAFO-Projekt ein gemeinsames Konzert der Schulbands, Chöre und Musik-AGs sowie weiteren musikalischen Angeboten der weiterführenden Schulen des Landkreises Kusel initiieren. Dies soll in der letzten Schulwoche, in der Zeit vom 18. - 22.07.2022, stattfinden. Der genaue Zeitraum, ob ein oder mehrere Tage und der Ort richten sich dabei nach der Art und Anzahl der Rückmeldungen. Die Idee soll möglichst mit allen Beteiligten gemeinsam geplant und umgesetzt werden.

Film: Seitens der ortsansässigen Mackenbacher Jugendlichen gibt es die Absicht, einen vorhandenen Film zum Wandermusikantentum in Jugendsprache neu zu synchronisieren und über weitere Mittel in die Jetztzeit zu überführen.

Image-Film

Im Herbst 2022 soll ein Imagefilm fertiggestellt sein, der auch über die Projektlaufzeit hinaus zur Bewerbung der Region mit ihrem Alleinstellungsmerkmal dient.

Das Hauptziel des Projekts strebt danach, dass sich die Wandermusikantentradition und die aus ihr abgeleitete Musikantenlandidee im gesellschaftlichen und individuellen Leben als Musikantenlandkultur zeigt. Dadurch ist die regionale Musikkultur nachhaltig gestärkt. Entsprechend der angestrebten Verankerung der Musikantenlandidee im Alltag der Bevölkerung sollen verschiedene Beteiligungsformate durchgeführt werden, bei denen zu bestimmten Themen gearbeitet wird. Ziel ist es, dass sich, ausgehend von diesen Beteiligungsformaten, verschiedene Projektgruppen bilden, die ihrer Arbeit auch nach der Förderperiode weiter nachgehen können. Dies soll die Nachhaltigkeit des Gesamtprojekts sichern. Dazu werden die Teilnehmenden unter anderem durch geeignete Angebote qualifiziert oder über Fördermöglichkeiten informiert und bei ersten Antragstellungen unterstützt.

Geplante Projektgruppen:

Projektgruppe Aufbau und Pflege Technik-Pool: Um lokalen Akteuren die Durchführung von Veranstaltungen zu ermöglichen bzw. die Qualität der Veranstaltung zu haben, sollen bestimmte Ausstattungsgegenstände wie Leuchtmittel, Bühnenelemente und Tonanlage angeschafft werden. Welche Anschaffungen am meisten Sinn machen, entscheidet die Projektgruppe. Für die Objekte wird ein Belegungsplan durch die Projektgruppe geführt. Es gilt das Windhundprinzip. Die Gegenstände können gegen Kaution kostenfrei von Vereinen, Kulturschaffenden etc. entliehen werden. Den Transport und Aufbau etc. erledigen die Entleiher. Die Mitglieder der Projektgruppe werden soweit qualifiziert, dass auch "Aufbauanleitung" und Wartung durch sie sichergestellt sind.

Projektgruppe "Never give up": Durch die Anschaffung einheitlicher Möbel und funktionaler Displays soll die Etablierung des Museums als Dritter Ort ermöglicht werden und zum Verweilen einladen. In der neuen Atmosphäre wird die Arbeit der Projektgruppe "Never give up" erst vorstellbar. Die Trauerbewältigungsgruppe will am Vorbild der Wandermusikanten neue Perspektiven für Menschen in seelischer Bedrängnis öffnen.

Projektgruppe 1. OG Zehntscheune: Das erste Obergeschoss der Zehntscheune ist ab März 2022 frei und soll für Ideen und Projekte aus der Bevölkerung Raum bieten. Zur Bespielung und Belegung nach dem Motto "Das könnte Euer Raum sein!" soll durch eines der Auftakt-Beteiligungsformate eine Projektgruppe formiert werden, die sich dieser Aufgabe annimmt und im Projektverlauf eine ausreichende Verstetigung und Routine entwickelt, dass diese Nutzungsformate auch nach der Förderzeit weitergeführt werden kann.

Projektgruppe Kreativcontainer Mackenbach: siehe unter "Museum und Ortsgemeinde Mackenbach"

Projektgruppe Kindheit und Jugend im Musikantenland: siehe oben unter "Escape Room - Teil der Projektgruppenarbeit 'Kindheit und Jugend im Musikantenland'"

Die Kartierung und Ausweisung der Musikantenhäuser, darunter eine Vielzahl in Mackenbach, soll 2022 weiter stattfinden, um die Geschichte der Wandermusikanten besser erzählen und mehr Akteure auffinden zu können. Sie liefert einen Beitrag zur interaktiven Karte der Homepage. Gleichzeitig sorgt die Ausweisung für eine Präsenz der Thematik vor Ort. In der Karte sollen zudem themenverwandte Sehenswürdigkeiten, Musikvereine etc. auffindbar sein.
Das Sommercamp Ethno Germany auf der Burg Lichtenberg bringt junge MusikerInnen aus der ganzen Welt zusammen. Das Bekenntnis zu Freiheit und Verantwortung, Respekt und Offenheit, Freundschaft und Begegnung über alle Grenzen hinweg sind die Säulen dieses Ethno Germany Camps - "die Wandermusikanten sind in die Welt gezogen und nun kommt die Welt zu uns ins Musikantenland".

Zudem öffnet sich das Camp für interessiertes Publikum an einem Tag unter dem Thema "Zuhause Musik": Mit Partner vor Ort werden Workshopangebote entwickelt und künstlerische Interventionen in Ortsgemeinden geplant und umgesetzt. Dies erfolgt in Absprache mit den Orten bzw. den entsprechenden aktiven Dorfgemeinschaften.

Im Zuge der Transformation der Museen und Aufarbeitung von Archivbeständen derselben wird die Arbeit von Michael Gärtner weitergeführt. Ziel ist die Erstellung einer Drucksache für Musikvereine mit Eigenkompositionen der Wandermusikanten. Die erschlossenen Stücke sollen ins Repertoire der Vereine eingehen und dann bei Kirmesveranstaltungen, musikalischen Frühshoppen u.Ä. präsent sein. Sie ergänzt das bestehende Standardrepertoire.
Michael Gärtner setzt seine Tätigkeit zur Erschließung und Spielbarmachung von Archivbeständen weiter fort. Neben der Verfolgung der Idee der Repertoireerweiterung der Musikvereine, wird Herr Gärtner versuchen, die vorhandenen Bestände zu erhalten und in geeignete Formate zu überführen.
Zur genaueren Orientierung bezüglich der Transformation beider Museen, mit Fokus auf das zweite Obergeschoss der Zehntscheune, sollen geeignete Personen beratend in den Beteiligungs- und Transformationsprozess einbezogen werden, bzw. im Austausch mit der Projektgruppe Zehntscheune entwickelte Maßnahmen Umsetzung finden. Im Hinblick auf das Museum Mackenbach können Ergebnisse aus dem Beteiligungsworkshop Mackenbach Realisierung erfahren.

Die Audioguides werden durch eine andere Förderung finanziert und von einer anderen Abteilung erstellt. Durch voraussichtlichen Wegfall der Dauerausstellung im 2. OG in ihrer festgefügten Form aber sorgt das Format für die Schaffung von dauerhaften Anlaufpunkten für die einzelnen Guide-Stationen auf dem 2. OG der Zehntscheune. Das Format zahlt so neben dem Beteiligungsaspekt durch das Einbeziehen von Kunst GKs der Gymnasien der beiden Landkreise auch auf die Transformation des Museums in der Zehntscheune ein.
Im Hinblick auf Mackenbach können Ergebnisse aus dem Beteiligungsworkshop Mackenbach, welcher am 29.01. stattfindet, Realisierung erfahren. Bislang wurden folgende Maßnahmen angeregt:

Musikantenhaus-Plakette:

Graphische Aufbereitung und Umsetzung für Mackenbach: Um die Sichtbarkeit des Museums und seiner Wechselausstellungen zu erhöhen, sowie die Ausstellungen selbst hochwertiger zu gestalten, werden ausgewählte Motive graphisch aufbereitet und z.B. als Fensterfolien umgesetzt.

Stromkasten Graffiti: Durch ehrenamtliches Engagement - bei Materialkostenübernahme - gestaltet ein Graffitikünstler die Stromkästen im Ort mit Musikantenlandmotiven und Hinweisen/ Wegweisern auf das Museum.

Projektgruppe Kreativcontainer Mackenbach: Durch die Auslagerung der Wechselausstellungen wird Raum im Museum frei, der für den Begegnungsort - dem Museum als Dritter Ort - genutzt werden kann. Neben der Belegung mit Wechselausstellungen sorgt die Projektgruppe für eine vielfältige Nutzung des Containers durch Veranstaltungen zum Thema. Partnerschaft mit Schule und Kita im direkten Umfeld des Museums Mackenbach.

Das Projekt Westpfälzer Musikantenland will - ausgehend von dem einzigartigen Erbe der Westpfälzer Wandermusikanten - gemeinsam mit Kulturschaffenden, Vereinen und Einwohner*innen die regionale Kulturlandschaft attraktiv gestalten und neue, nachhaltige Partnerschaften gründen. Die Vielfalt dieses regionalen Erbes soll auch in den einzelnen Dorfgemeinschaften erlebbar werden. In diesem Zusammenhang wollen wir Dorfgemeinschaften dazu ermuntern, „Musikantenlanddorf“ zu werden.

Was ist ein Musikantenlanddorf?

Als Musikantenlanddorf kann sich eine Dorfgemeinschaft bezeichnen, die sich durch ein reges Dorfleben und eine lebendige Musikkultur auszeichnet. Dabei hat sich die Dorfgemeinschaft auf „die Fahne“ geschrieben, Teil des Westpfälzer Musikantenlandes zu sein. Gemeinsam etablieren Kulturschaffende gemeinsam mit den Einwohner*innen vor Ort eine lebendige Musikantenlandkultur, die sich an Werten wie z.B. Musikalität, Toleranz und Weltoffenheit orientiert.

Was hat man davon Musikantenlanddorf zu sein?

- Stärkung der Dorfgemeinschaft durch die gemeinsamen Aktivitäten - Steigerung der Lebensqualität durch die kulturellen Angebote - einen engeren Zusammenhalt der Gemeinschaft - Steigerung der Attraktivität und Außenwahrnehmung (Werbung für die Ortsgemeinde und Erhöhung der Sichtbarkeit (z. B. Berichterstattung) - die Möglichkeit, durch Beratung und finanzielle Mittel in der Entwicklungsphase gefördert zu werden - Unterstützung bei den einzelnen Schritten durch das Musikantenlandbüro

Was muss man tun um Musikantenlanddorf zu werden?

Es braucht ein aktives Team in einer Ortsgemeinde, das Interesse an einer nachhaltigen Dorfentwicklung im Kulturbereich hat. Diesem Team sollte es gelingen, die Dorfgemeinschaft zu mobilisieren, um das Dorf gemeinsam zum Musikantenlanddorf zu gestalten. Dafür gilt es konkrete Ideen zu entwickeln, die auch gemeinsam umgesetzt werden sollen. Zur Bewerbung muss das Kernteam zunächst ein kleines Motivationsschreiben beim Musikantenlandbüro einreichen. Das Schreiben sollte eine kurze Vorstellung des Teams beinhalten und die Beweggründe für die Bewerbung knapp beschreiben. Die Einreichungsfrist für das Jahr 2022 endet am 02.06. 2022. Bewerbungen bitte per Mail an elaine.neumann@kv-kus.de oder musikantenlandbuero@kv-kus.de. Das Team des Musikantenlandbüros steht zu Rückfragen gern auch unter 0151 55863109 zur Verfügung.

Sie wollen sich als KünstlerIn am Prozess beteiligen?

Alle Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link: weitere Infos  

Jährlich findet am ersten Januarwochenende eine Musikantenwanderung im Kreis Kusel statt. Die Musikantenwanderung wird durch den Dokumentarfilmer Harald Rumpf, der einen Film zum Thema Wandermusikanten erstellt, begleitet.

Die Musikantenwanderung am 08.01.2022 musste aufgrund der pandemischen Entwicklung leider ausfallen. Ein Ausweichtermin ist derzeit in Planung!

Gegenebenfalls erfolgt eine weitere Unterstützung der Wanderung in Umsetzung und Nachbereitung, sofern der avisierte Ausweichtermin im Frühsommer weiter verfolgt wird.

Unter dem Motto "Kurzpoesie und Anekdoten" soll ein Schreibwettbewerb zu verschiedenen Anekdoten stattfinden. Die Anekdoten hierzu werden im Rahmen der geöffneten Kommunikationsräume beispielsweise im Rahmen der Erzählcafés gesammelt. Unter Beteiligung der Bevölkerung, Schulen, Seniorenheime soll das gesammelte Material schließlich in einer Anthologie zusammengefasst werden, die - im Idealfall - illustriert, z.B. in den Museumsshops zu erwerben ist.
Netzwerkarbeit

Fortlaufend werden neue Partnerschaften angebahnt oder Kontakte vermittelt. Die Projektgruppen werden miteinander vernetzt.

Regionalkonferenz

Ab 2022 soll eine Regionalkonferenz angebahnt werden, die Mitte 2023 stattfindet. Diese soll dem Projekt Gelegenheit geben, überregionale Kontakte zu knüpfen, die Region sichtbar zu machen und dem Thema zu kulturpolitischer Beachtung zu verhelfen.

Fachbeirat

Der Fachbeirat soll die Arbeit der Projektgruppen begleiten und immer wieder auf die formulierten Projektziele hin orientieren. Gleichzeitig soll der Fachbeirat das Entscheidungsgremium und die Projektleitung beraten und die grundlegende Ausrichtung der Projektarbeit auf die Projektziele sicherstellen.

Entscheidungsgremium

Angestrebt wird eine stärkere Vernetzung des Gremiums auch mit dem Fachbeirat, sobald dieser in Funktion gesetzt wird.

 

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