Projekte und Veranstaltungen des Musikantenlandbüros

Unsere Region kann auf die einzigartige Tradition der Westpfälzer Wandermusikanten zurückblicken. Das Projekt „Westpfälzer Musikantenland” mit seinem Musikantenlandbüro machte die Bürgerinnen und Bürger vor Ort auf dieses regionale Erbe aufmerksam. Das Musikantenlandbüro hat dazu in der Vergangenheit viele Veranstaltungen und Projekte mit unterschiedlichen Kooperationspartnern durchgeführt. Ziel des Projekts war, dass sich die Wandermusikantentradition und die aus ihr abgeleitete Musikantenlandidee im gesellschaftlichen und individuellen Leben als Musikantenlandkultur zeigt. Dabei bieten die Museen zur Geschichte der Pfälzer Musikanten auf der Burg Lichtenberg und in Mackenbach, ebenso wie die baulichen Spuren der Wandermusikanten wichtige Anknüpfungspunkte. Im Rahmen des Projekts wurden viele Vereine, Kulturschaffende und passionierte Einwohnerinnen und Einwohner gewonnen, die gemeinsam durch lokale Aktionen die Zukunft der Region – auch über den kulturellen Bereich hinaus – aktiv mitgestalteten.

Alle durchgeführten Projekte des Musikantenlandes hatten das Wandermusikantenerbe zum Thema. Primäre Aufgabe war es nicht, möglichst viele Veranstaltungen umzusetzen. Vielmehr ging es darum, die vielfältigen aktuellen Ansatzpunkte der Musikantengeschichte offenzulegen und in Beteiligungsprozessen mit den Menschen vor Ort Kommunikationsanlässe zu stiften. Die Veranstaltungen selbst sind sichtbare (vorläufige) Höhepunkte der Projektarbeit. Die nachhaltigen Effekte werden nur mittelbar erfahr- und sichtbar, zum Beispiel über das Zustandekommen neuer Interessengemeinschaften und lokaler Initiativen, die aus einzelnen Veranstaltungen oder Projekten hervorgegangen sind.

Exemplarische Projekte und Veranstaltungen

Begeben Sie sich auf eine Reise durch Kusel bei der Sie viele Stationen kennenlernen, die Fritz Wunderlich durch Kusel begleitet haben. Alleine oder in der Gruppe müssen Sie unterschiedliche Aufgaben lösen, bei denen Sie viel Spaß mit der Familie oder unter Freunden haben werden. Laden Sie sich hierzu einfach die kostenfreie Actionbound-App aus Ihrem App-Store herunter und legen Sie gleich los, indem Sie den QR-Code scannen oder unseren Actionbound über das Suchfeld suchen.

Die Veranstaltung "Brücken schlagen" diente der verstärkten Vernetzung einzelner Akteure und der Belebung der lokalen (Musik-)Kultur. Im Rahmen der Veranstaltung gab die Pianistin Sachiko Furuhata aus Japan am 07.08.2022 in der Zehntscheune auf Burg Lichtenberg ein Konzert.


Als Zugabe spielte Furuhata eine Eigenkomposition aus dem Wandermusikantenkontext und wird diese ebenfalls in der Kombiveranstaltung in der japanischen Partnerprovinz von Rheinland-Pfalz spielen. Sie hat in ihrer Moderation über die Wandermusikanten, die bis Japan gereist sind, berichtet und so Brücken geschlagen. Frau Furuhata war durch ihre regionale Vernetzung eine sehr gute Botschafterin für das TRAFO-Projekt "Westpfälzer Musikantenland".

Weitere Informationen zu Frau Furuhata finden Sie unter unseren regionalen Akteuren und Allianzen oder auf ihrer Homepage: https://sachiko-piano.de/

Als Beteiligung des Musikantenlandbüros am internationalen Museumstag am 15.05.2022 erfolgte unter dem Thema "Wandermusikanten und Wandergewerbe" eine historische Arbeitsdemonstration von einem Instrumentenbauer, Schlabbeflicker und Bürstenbinder. Zusätzlich bot das Musikantenlandbüro einen Stand an, an dem Kinder einfache Instrumente und Buttons basteln konnten, oder ein sogenanntes Geräusche-Memory spielen konnten.

Erzählcafés, moderiert von Kennern des Themas, schaffen an verschiedenen Orten thematisch orientierte Redeanlässe. Die Veranstaltungen dienen der Sammlung mündlich tradierten Wissens zum Wandermusikantentum. Das erste Erzählcafé fand bereits 2021 im ZOAR Alten- und Pflegeheim in Kusel statt. Desweiteren fand am 17.Februar 2022 ein zweites Erzählcafé im Mehrgenerationenhaus in Kusel statt.

Am Donnerstag, den 20. April 2023, führte das Musikantenlandbüro das vierte Erzählcafé im Mehrgenerationenhaus in Kusel durch. Anlässlich des Café Miteinander erzählte Brigitte Schirra von ihrem Schwiegervater, der als Wandermusikant seinen Lebensunterhalt verdiente. Auf seinen Reisen kam Karl Schirra bis nach Amerika, wo er unter anderem auch als Zirkusmusikant tätig war.

Begleitet wurde das Erzählcafé von einer Wanderausstellung mit Bildmaterial aus der Zeit der Wandermusikanten.


Am Donnerstag, den 14. Juli 2022, führte das Musikantenlandbüro das dritte Erzählcafé im Mehrgenerationenhaus in Kusel durch. Anlässlich des Café Miteinander führte Horst Molter eine kleine Arbeitsdemonstration in Sachen Instrumentenbau vor und berichtete von seinen vielfältigen Erlebnissen im Zuge seiner Instrumentenbau Tätigkeit in New York. Zwischen den Erzählungen sorgte Horst Molter am Klavier, zusammen mit seiner Begleitung an der Geige, mit einigen Musikstücken für die passende Stimmung.


Am Donnerstag, den 17. Februar führte das Musikantenlandbüro das zweite Erzählcafé im Mehrgenerationenhaus in Kusel durch. Unter der Moderation von Petra Rübel konnten sich die Besucher über das Thema „Wandermusikanten“ informieren und waren zugleich eingeladen auch ihre eigenen Erfahrungen zu teilen. Wir bedanken uns bei Frau Rübel für den spannenden Fachbeitrag sowie dem Mehrgenerationenhaus und dessen Besucher für diesen schönen Nachmittag.


Am Donnerstag, den 18. November führte das Musikantenlandbüro das erste Erzählcafé im ZOAR Alten- und Pflegeheim in Kusel durch. Unter der Moderation von Paul Engel konnten sich die HeimbewohnerInnen über das Thema „Wandermusikanten“ informieren und waren zugleich eingeladen auch ihre eigenen Erfahrungen zu teilen. Wir bedanken uns bei Herrn Engel für den spannenden Fachbeitrag sowie dem Alten- und Pflegeheim ZOAR in Kusel unter der Leitung von Frau Kunz für diesen schönen Nachmittag und den gelungenen Auftakt der Erzählcafés.

In den Jahren 2023 und 2025 fanden die vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde und dem Musikantenlandbüro gemeinsam organisierten Fachtagungen "Pfälzer Wandermusikanten" auf der Burg Lichtenberg statt. Diese boten Besucherinnen und Besuchern jeweils zwei Tage voller spannender Beiträge und intensiven wissenschaftlichen Austausch. Regionalgeschichte traf immer wieder den Blick in die weite Welt. Doch auch der Gegenwartsbezug kam nicht zu kurz, zum Beispiel bei der Frage, wie diese historischen Inhalte für den Schulunterricht fruchtbar gemacht werden können.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Fachtagungen 2023 und 2025.

Das Format soll auch über 2025 hinaus im zweijährigen Turnus ausgeführt werden. Weitere Informationen dazu erhalten Sie beim IPGV unter 0631/3647303 oder per E-Mail unter info@institut.bv-pfalz.de

Aktion Spend-ein Instrument – Musik hilft helfen!

Am Sonntag, dem 10. Oktober fand in Brücken auf dem Platz neben dem Diamantenschleifermuseum der erste Instrumentenflohmarkt unter der Schirmherrschaft von Landrat Otto Rubly statt. Bei schönem Wetter konnten die BesucherInnen die in den Wochen zuvor gespendeten Instrumente und Notenmaterialien sichten, ausprobieren und gegen eine Spende erwerben. Neben Keyboards, Akkordeons, Saiten-, Blas- und Rhythmus-Instrumenten wurden auch einige Raritäten wie eine Teufelsgeige zum Erwerb angeboten. Neben der nicht ganz ernst gemeinten Versteigerung des letzten Kürbis-Käse-Kuchens, bot die Veranstaltung vor allem ein breit gefächertes musikalisches und sportliches Programm für Jung und Alt, das von großem Engagement getragen wurde. Alle (Musik-)Gruppen verzichteten bei dieser Aktion zu Gunsten des guten Zwecks auf Ihre Gage. Die bei der Veranstaltung gesammelten Geldspenden in Höhe von 2.400€ werden je zur Hälfte für den Wiederaufbau des Kindergartens in Mayschoß an der Ahr und für eine Corona-Impfaktion an der Schule der Brücker Missionars Karl Schaarschmidt in Nairobi weitergegeben. Die Kreissparkasse Kusel und die Volksbank Glan-Münchweiler unterstützen die Aktion großzügig, indem sie die Kosten für interessierte Kinder für das erste Jahr Musikunterricht bei einer der teilnehmenden Musikschulen übernehmen: Musikschule Kuseler Musikantenland, Musikschule Bösshar oder Musikschule Fröhlich. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit von der Sonja+Bernhard-Bauer Stiftung, dem TRAFO-Projekt „Westpfälzer Musikantenland“ und dem Familienbeauftragten des Kreises, Johannes Huber, durchgeführt. Wir bedanken uns bei allen Akteuren für einen gelungenen Tag und bei den zahlreichen BesucherInnen für den großen Erfolg der Benefiz-Veranstaltung!
Nachdem auf Initiative von Bernhard Bauer zusammen mit Johannes Huber das Musikantenlandbüro bereits dieses Jahr den Instrumentenflohmarkt in Brücken veranstaltete, konnte im Dezember 2021 bereits ein Teil der gespendeten Instrumenten ins Ahrtal transportiert werden. Dort wurden die Instrumente an von den Fluten betroffene MusikerInnen verteilt, sodass auch dort wieder der Spaß an der Musik stattfinden kann. Unter den Instrumenten befanden sich unter anderem Ziehharmonikas, Blas- sowie Streichinstrumente. Wir hoffen, dass wir durch diese Aktion noch ein Stückchen mehr Hoffnung und Lebensfreude ins Ahrtal transportieren konnten! Weitere Infos dazu finden Sie unter anderem auf unseren Social-Media-Kanälen. Für das Jahr 2022 planen wir derzeit einen zweiten Transport von den übrig gebliebenen Instrumenten ins Ahrtal.

Das Sommercamp Ethno Germany auf der Burg Lichtenberg bringt junge MusikerInnen aus der ganzen Welt zusammen. Das Bekenntnis zu Freiheit und Verantwortung, Respekt und Offenheit, Freundschaft und Begegnung über alle Grenzen hinweg sind die Säulen des Ethno Camps - "die Wandermusikanten sind in die Welt gezogen und nun kommt die Welt zu uns ins Musikantenland".

Im Rahmen des Ethno Germany Camps 2023 wurde vom Musikantenlandbüro ein interkulturelles Speeddating zu verschiedenen ausgewählten Themen (z.B. die Rolle der Frau in der Musikbranche) geplant. Die Veranstaltung ermöglichte einen persönlichen Austausch zwischen den anwesenden Personen und war auch für Interessierte außerhalb des Ethno Camps zugänglich.

Im Rahmen des Projektes wurden viele historische Musikantenhäuser der Region kartiert und mittels einer hochwertigen Edelstahlplakette ausgewiesen, darunter eine Vielzahl in Mackenbach, Jettenbach und Hinzweiler. Damit wurde das architektonische Erbe der Wandermusikanten weiträumig, aber nicht abschließend erschlossen und gewürdigt. Gleichzeitig sorgt die Ausweisung für eine Präsenz der Thematik vor Ort und bewahrt das Andenken an ein wichtiges Kapitel des kulturellen Erbes der Region. Die Musikantenhäuser, die bis Ende 2025 mit einer solchen Plakette ausgezeichnet wurden, können Sie in unserer interaktiven Karte einsehen. Im November 2025 fand in Hinzweiler, sozusagen als ein Höhepunkt des Musikantenhausprojekts, eine feierliche Verleihung von 32 Plaketten an die Bewohner historischer Musikantenhäuser statt, federführend organisiert von Ehrenamtlichen vor Ort. Hier einige Impressionen der Verleihung:
Ausgehend vom einzigartigen Erbe der Westpfälzer Wandermusikanten gelang es dem Musikantenlandbüro gemeinsam mit Kulturschaffenden, Vereinen und Einwohnerinnen und Einwohnern, die regionale Kulturlandschaft aktiv zu gestalten und neue, nachhaltige Partnerschaften zu gründen. Die Vielfalt dieses regionalen Erbes soll auch in den einzelnen Dorfgemeinschaften erlebbar werden.

Als Musikantenlanddorf kann sich eine Dorfgemeinschaft bezeichnen, die sich durch ein reges Dorfleben und ein aktives Kulturleben auszeichnet. Dabei hat sich die Dorfgemeinschaft auf „die Fahne“ geschrieben, Teil des Westpfälzer Musikantenlandes zu sein. Kulturschaffende etablierten gemeinsam mit den Einwohnern und EInwohnerinnen vor Ort eine lebendige Musikantenlandkultur, die sich an Werten wie z.B. Toleranz und Weltoffenheit orientiert.

Im Rahmen eines klar definierten und strukturierten Bewerbungsprozesses wurden sieben Gemeinden der Landkreise Kusel und Kaiserslautern im Teilprojekt Musikantenlanddorf durch das Musikantenlandbüro gefördert, nämlich Niederkirchen, Brücken, Enkenbach-Alsenborn, Jettenbach, Reichenbach-Steegen, Herschweiler-Pettersheim und Eßweiler. Ziel der Förderung waren die Stärkung der Dorfgemeinschaft durch die gemeinsamen Aktivitäten, eine Steigerung der Lebensqualität durch die kulturellen Angebote, sowie die Kultivierung eines engeren Zusammenhalts der Gemeinschaft. Last but not least trug die Förderung zur Steigerung der Attraktivität und Außenwahrnehmung der Ortsgemeidne bei, etwa durch Berichterstattung.

Dafür brauchte es ein aktives Team in einer Ortsgemeinde, das Interesse an einer nachhaltigen Dorfentwicklung im Kulturbereich zeigte. Dieses Team sollte mit Hilfe des Musikantenlandbüros die Dorfgemeinschaft mobilisieren, um das Dorf gemeinsam zum Musikantenlanddorf zu gestalten. Mit den Aktiven und Interessierten wurden dann konkrete Ideen entwickelt und gemeinsam umgesetzt. Hier finden Sie nähere Informationen zum Prozess, den Musikantenlanddörfern und ihrer Projekte



Sonnige Tage, laue Abende, coole Klänge: Bei den ersten Musikantenlandtagen vom 14. bis 19. August 2023 ging es um Genuss und Spaß, gleichzeitig aber auch um sehr viel mehr. Musik besitzt die Fähigkeit, Brücken zu bauen – zwischen den Menschen, zwischen den Kulturen, zwischen gestern und heute. Vom Online-Inspirationsworkshop mit der Musikantenlandpreisträgerin Nicole Johänntgen bis hin zum interkulturellen Speeddating mit dem Ethno-Camp war das Angebot 2023 breit gefächert.

Auch 2024 und 2025 konnte der Musikantenlandtag mit seinem attraktiven und vielseitigen Programm Junge und Junggebliebene begeistern. Die Musikantenlandtage waren eine dezentrale Veranstaltungsreihe des Projekts „Westpfälzer Musikantenland“ in Zusammenarbeit mit etlichen regionalen und überregionalen Netzwerkpartnern und -partnerinnen. Hier finden Sie die Programmflyer der Musikantenladtage, sowie einige Impressionen.

Flyer Musikantenlandtage 2023
Flyer Musikantenlandtag 2024
Flyer Musikantenlandtag 2025
Im Rahmen des gemeinsamen TRAFO-Projekts „Westpfälzer Musikantenland“ luden die beiden Landkreise Kusel und Kaiserslautern an fünf unterschiedlichen Orten zu Musik und Open-Air-Kino ein. Gemeinsam mit Musikschaffenden der Region und dem Programmkino PROVINZ 80 organisierte das Musikantenlandbüro Veranstaltungen in Brücken, Konken, Enkenbach-Alsenborn, Mackenbach und Reipoltskirchen. Das PROVINZ 80 Programmkino qualifizierte sich insbesondere durch seine zahlreichen Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene. Gemeinsam mit den beteiligten Vereinen und den Ehrenamtlichen vor Ort wurde die Filmauswahl getroffen, das musikalische Vorprogramm gestaltet und das gastronomische Angebot zusammengestellt. Die musikalisch-filmische Reise knüpfte an die Tradition des Wandermusikantentums an und schlug eine Brücke zur heutigen Musikkultur.

 
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Musikantenlandbüros entstand ein umfangreicher und eindrucksvoller Projektfilm, der die Schwerpunkte und Zielsetzungen des Projekts einerseits, aber auch schon vorläufige Höhepunkte andererseits bebildert. Der Projektfilm wird auch in der modernisierten Dauerausstellung des Musikantenlandmuseums auf der Burg Lichtenberg ab 2026 zu sehen sein. Projektfilm

Escape Room: Zur Ansprache der jüngeren Generationen und zur indirekten Vermittlung von Wissen zum Wandermusikantentum wurde im Horst-Eckel-Haus in Kusel ein Escape Room eingerichtet und auch anderen interessierten Gruppen zugänglich gemacht. Die BBS Kusel hat in diesem Projekt die Konzeption des Escape Rooms übernommen. Die einzelnen Berufsrichtungen der BBS beteiligten sich durch das Erstellen einer Aufgabe als Teil des Gesamträtsels. Das Musikantenlandbüro unterstützte bei der Stellung des Umnutzungsantrags bei der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Museumskoffer und Kamishibai: Um vor allem Kinder und Jugendliche in Kita und Schule, aber auch außerhalb eines schulischen Kontexts anzusprechen, baute das Musikantenlandbüro seine Vermittlungsangebote im Jahr 2023 über den Museumskoffer, das Kamishibai und spezielle Workshops weiter aus. Der Museumskoffer bietet Lehrkräften die Möglichkeit, die Thematik der „Westpfälzer Wandermusikanten“ spielerisch in ihren Unterricht einzubinden. Anhand eines Multiple Choice Quiz werden viele verschiedene Themenfelder rund um das Wandermusikantentum betrachtet. Um das Thema Wandermusikantentum auch in Schulen und Vorschulgruppen von Kindergärten zu verorten, wurden Bildkarten für ein Kamishibai Erzähltheater entworfen. Zu den Bildkarten gibt es eine methodische Aufarbeitung sowie Lehrermaterial, um die Handhabung im Unterricht zu erleichtern. Museumskoffer und Kamishibai können bei der Museumsdirektion des Musikantenlandmuseums auf der Burg Lichtenberg ausgeliehen werden. Die Bildkarten des Kamishibai können darüber hinaus auf unserer Homepage heruntergeladen werden.

Graffiti-Workshop: Durch ehrenamtliches Engagement - bei Materialkostenübernahme - gestaltete ein lokaler Graffitikünstler einen an unserem Thema orientierten Graffitiworkshop für Jugendliche. Es folgten halbjährliche Workshops für Jugendliche, deren Motivik mit dem Thema Musik/Wandermusikanten korreliert. Daraus ergab sich eine 'Patenschaft' für die gestaltete Fläche, die dadurch aufgewertet wurde und voraussichtlich von Frustschmierereien verschont bleibt. Die gut sichtbare Wand fungiert gleichzeitig als 'Werbefläche' für das Projekt und trägt zur Öffentlichkeitsarbeit bei.

School Rocks for Summer: Der Beauftragte für Bildung und junge Familien des Landkreises Kusel initiierte in Kooperation mit dem TRAFO-Projekt ein gemeinsames Konzert der Schulbands, Chöre und Musik-AGs sowie weiteren musikalischen Angeboten der weiterführenden Schulen des Landkreises Kusel. Das Konzert fand in den Jahren 2023, 2024 und 2025 statt, und zwar immer in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien.

Im Rahmen des TRAFO-Projekts „Westpfälzer Musikantenland“ fand vom 16. bis 20. September ein Mit-Mach-Zirkus am Ohmbachsee statt. Die Tradition der Wandermusikanten ist eng mit dem Zirkus verbunden. In der Welt der Manege konnten auch Musiker ihr Einkommen finden. Eigens zusammengestellte Orchester sorgten für die musikalische Untermalung der Programmpunkte und den akustischen Spannungsbogen bei artistischen Darbietungen. Die Landkreise Kusel und Kaiserslautern luden daher vom 16. bis 20.09. zum singenden, klingenden Zirkuszelt an den Ohmbachsee ein. An fünf Tagen gab es die Möglichkeit, aktiv in die Welt der Manege einzutauchen:

Endlich schauspielern, Grenzen austesten und zusammen eine Zirkustruppe werden? Das alles und noch einiges mehr konnten Interessierte ab 6 Jahren unter professioneller Anleitung ausprobieren und einüben. Das Team des „Circus Rambazotti“ setzt sich aus ZirkuspädagogInnen, ArtistInnen, MusikpädagogInnen, TheaterpädagogInnen und TänzerInnen zusammen. Nach drei Kursnachmittagen und einer Generalprobe war der krönende Abschluss des Projekts die gemeinsam erarbeitete Vorführung, die am Sonntagnachmittag Familienangehörigen und Freunden präsentiert wurde.

Als weitere Höhepunkte im Rahmen des Projekts gab das jugendliche Rambazotti-Profi-Ensemble vier Vorstellungen für Jung und Alt. Die Akteure verzauberten mit einem Vertikaltuch Duo, dynamischer Akrobatik auf Mülltonnen, Laufkugelpoesie, Trapezartistik, einer romantischen Clownsnummer, Diabolo-Jonglage, und vielen weiteren Attraktionen.

Zusätzlich wurde für interessierte Jugendliche ab 14 Jahren am Samstag, den 18.09. zwischen 15:00 und 18:00 Uhr ein Graffiti-Workshop angeboten. Zwei erfahrene Sprayer führten in Grundtechniken ein oder gaben für Fortgeschrittene Tipps zur Stilfindung. Die entstandenen Arbeiten wurden auch am Sonntag, den 19.09. noch vor Ort präsentiert, um sie im Rahmen des Tages der Vereine einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Alle Zirkusangebote waren dabei für die TeilnehmerInnen kostenfrei.

Zur musikalischen Bereicherung trug neben dem Musikverein Hauptstuhl (Sonntag ab 18:00 Uhr) und weiteren lokalen Musikgruppen das Chorkonzert: „Zerbrechliche Erde Island-Wegweiser durch die fragile Schöpfung“ unter der Federführung von Kreiskantor Roland Lißmann am Donnerstag den 16.09. um 19:30 Uhr bei.

Begleitet wurde das Zirkus-Projekt von einer Ausstellung zum Thema Westpfälzer Zirkusmusikanten.

Gemeinsam mit dem Kultur- und Heimatverein (KuH) Sand wurde am Sonntag, den 19.09. in unmittelbarer räumlicher Nähe der Tag der Vereine am Ohmbachsee ausgerichtet, der eine weitere Attraktion darstellte.
Die Sonderausstellung „Mach Musik!“ mit Exponaten des Mobilen Musikmuseums von Michael Bradke eröffnete am 1. Dezember 2021. Die Ausstellung blieb bis Ende Februar 2022 für den Publikumsverkehr geöffnet und stand allen Interessierten unter der Einhaltung der entsprechenden Corona-Schutzmaßnahmen offen.

Für interessierte Gruppen wurden Führungen und Fortbildungen zum Thema Musik und Musikpädagogik angeboten. Gerade für Gruppen boten die Instrumente die Möglichkeit, sich durch Musik auszutauschen. So wurde nicht nur das eigene Taktgefühl und die Motorik geschult, sondern auch Fähigkeiten wie nonverbale Abstimmung und präzises Zuhören.

Alle interessierten BesucherInnen konnten die entstandenen (Kleinst-)Kompositionen und Klangfragmente mit dem Smartphone aufzeichnen und via WhatsApp un das Musikantenlandbüro schicken. Unter allen Einsendungen verloste das Büro einen Draisinengutschein im Wert von 49,-€.

Am Freitag, den 22.04.2022 wurde in Kooperation mit der Bewegung "Seebrücke" eine Ausstellung zur Seenotrettung auf der Burg Lichtenberg eröffnet. Ein allgemeiner Vortrag zum Thema Seenotrettung wurde dabei durch Berichte von Seenoterlebnissen der Wandermusikanten, sowie durch eine Filmvorführungen ergänzt.

Am Samstag, den 23.04. wurde ein Workshop für interessierte Profis und Laien durch ein Mitglied der Musikgruppe "Shaian" angeboten, dessen Ergebnisse als Konzertauftakt präsentiert wurden. Die Weltmusikband Shaian und das Berlin Boom Orchestra füllten im Anschluss das musikalische Programm. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Kontaktstelle Holler und der Band Shaian sowie mit Mitgliedern der Antirassismus AG des Gymnasiums Kusel geplant. Zudem wurden weitere Organisationen involviert, wie beispielsweise die IKOKU und das Mehrgenerationenhaus Kusel. Somit zahlte das Projekt auch auf die Absicht ein, lokale Akteure verstärkt zu vernetzen. Gefördert wurde diese Veranstaltung auch von der Partnerschaft für Demokratie Kusel und deren vom Bund geförderten Programm "Demokratie leben!".

In Zusammenarbeit mit externen Partnern und den Musikantenlanddörfern Jettenbach und Eßweiler entstanden m Zuge der Projektlaufzeit drei neue Wanderwege. Während der "Musikantenhausweg" in Jettenbach viele humorige Einblicke in die Geschichte des örtlichen Wandermusikantentums vermittelt, liegt der Schwerpunkt beim Eßweilerer "Spuren der Zeit am Talbachweg" auf verschiedenen Sehenwürdigkeiten und historischen Stationen der Gemeinde. Beide Wege wurden zusammen mit den Ehrenamtlichen vor Ort im Rahmen des jeweiligen Musikantenlanddorfprozesses eingerichtet.

Anders gelagert ist der Fall des Kindermusikwegs am Potzberg, dessen Konzept auf die Idee des damaligen ersten Beigeordneten und heutigen Landrats Johannes Huber zurückgeht. Das Musikantenlandbüro und die Berufsbildende Schule Kusel nahmen sich der Idee an und konnten im Laufe der Zeit auch Kindertagesstätten aus der Region dazu ermutigen, Beiträge für die einzelnen, klangvollen Stationen des Kindermusikwegs zu basteln.



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